Die Schutzwirkung des Selbstwertgefühls
Das Selbstwertgefühl spielt eine Schlüsselrolle für die psychische Gesundheit. Es beeinflusst die Motivation, das Gefühl der Wirksamkeit und Kompetenz, das emotionale Wohlbefinden, die Fähigkeit, mit Stress umzugehen, sowie die Zufriedenheit in Ausbildung, Beruf und Beziehungen.
Es ist zudem ein wichtiger Schutzfaktor gegen Depressionen und Angstzustände.
Angesichts von Neuem oder schwierigen Situationen hilft es dabei, sich konstruktiv anzupassen und die verschiedenen Lebensphasen mit mehr innerer Stabilität zu meistern.
Ein starkes Selbstwertgefühl fördert die psychische Gesundheit
Ein gutes Selbstwertgefühl hilft uns:
- uns selbst gerechter und realistischer einzuschätzen,
- uns so zu akzeptieren, wie wir sind, trotz Unvollkommenheiten,
- einfacher solide Beziehungen aufzubauen und auf andere zuzugehen,
- uns zuzutrauen, die Herausforderungen im Alltag zu meistern,
- schwierige Situationen besser zu relativieren,
- bei einem Misserfolg nicht zu hart mit uns selbst zu sein.
Ein geschwächtes Selbstwertgefühl kann die psychische Gesundheit beeinträchtigen
Ein geschwächtes Selbstwertgefühl kann dazu führen, dass wir:
- uns selbst abwerten und uns in negative Gedanken hineinsteigern,
- unsere eigenen körperlichen, emotionalen und sozialen Bedürfnisse vernachlässigen,
- Schwierigkeiten haben, mit Stress umzugehen oder uns Ziele zu setzen,
- jeden Misserfolg als Beweis für den geringen eigenen Wert auslegen, was zu Ängsten oder Depression führen kann.
Es ist nie einfach, ein starkes Selbstwertgefühl zu entwickeln, aber dies kann noch schwieriger sein, wenn wir immer wieder scheitern, häufig mit uns selbst unzufrieden oder zu ehrgeizig oder perfektionistisch sind. Perfektionsdruck und hohe Erwartungen an sich selbst können dazu führen, dass wir uns unerreichbare Ziele setzen, uns keine Fehler zugestehen, Ergebnisse herunterspielen und unsere Erfolge nie wirklich geniessen können. Dann laufen wir Gefahr, in einen Teufelskreis zu geraten, in dem alles perfekt sein muss, was zu noch mehr Unzufriedenheit führt.
Es gibt Lebensphasen oder Erfahrungen, welche die Pflege eines guten Selbstwertgefühls erschweren können. Zögern Sie in solchen Fällen nicht, bei einer Ärztin/einem Arzt, einer Psychologin/einem Psychologen oder einer anderen anerkannten Therapeutin oder einem anderen anerkannten Therapeuten professionelle Hilfe zu holen.