Selbstbild
Das Selbstbild entspricht dem, wie wir uns beschreiben und wahrnehmen. Es umfasst:
- die Art und Weise, wie wir unsere persönlichen Merkmale wahrnehmen (Geschmack, Qualitäten, Gender, Aussehen, Schwächen usw.),
- die Rollen, die wir uns zuschreiben,
- die Werte, mit denen wir uns identifizieren.
Der Blick und das Feedback der anderen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle dabei, wie wir unser Selbstbild aufbauen. Heutzutage können die sozialen Medien unser Selbstbild und unseren Selbstwert stark beeinflussen.
Körperbild
Das Körperbild betrifft die mentale, emotionale und körperliche Wahrnehmung unseres Körpers. Es kann positiv, neutral oder negativ sein und wirkt sich direkt auf unser psychologisches Wohlbefinden, sowie auf bestimmte Verhaltensweisen wie Ernährung oder Sport aus.. Es wird von biologischen, sozialen und kulturellen Faktoren beeinflusst.
Ein positives Körperbild hilft, den eigenen Körper so zu akzeptieren, wie er ist, die eigenen Stärken und Besonderheiten anzuerkennen und gut mit ihm umzugehen. Durch retuschierte Bilder und oft unrealistische Schönheitsideale, können traditionelle und soziale Medien stark beeinflussen, wie wir unseren Körper wahrnehmen.
Selbstvertrauen
Selbstvertrauen bedeutet, an die eigene Handlungsfähigkeit zu glauben, Aufgaben zu erledigen, Hindernisse zu überwinden und Ziele zu erreichen. Das Selbstvertrauen hängt vom Kontext ab: Wir können uns in einigen Bereichen sehr wohl fühlen, in anderen weniger. Es wird oft ausgehend von Erfahrungen und vergangenen Erfolgen aufgebaut. Wir können beispielsweise bei der Arbeit grosses Selbstvertrauen haben, aber wenig in Bezug auf Beziehungen und uns bei künstlerischen Aktivitäten selbstsicher fühlen, beim Sport aber nicht.
Sozialer Vergleich
Sozialer Vergleich bedeutet, sich mit anderen zu vergleichen, um die eigenen Meinungen, Fähigkeiten oder Situation zu beurteilen. Dies kann hilfreich sein, um Anhaltspunkte zu erhalten, in einer Gruppe den eigenen Platz zu finden oder sich unterstützt zu fühlen. Er kann sich aber auch negativ auf das Wohlbefinden auswirken, etwa indem er das Gefühl verstärkt, nicht zu genügen.
Die sozialen Medien verstärken dieses Phänomen oft, indem sie idealisierte Bilder vom Leben anderer vermitteln. Der Vergleich mit anderen kann problematisch werden, wenn wir diesen Vorbildern oder dem Blick der anderen zu viel Bedeutung beimessen. Um diesen negativen Auswirkungen entgegenzuwirken, ist es wichtig, kritisches Denken zu entwickeln und sich zu trauen, eigene Anhaltspunkte zu schaffen, indem wir uns von den Zwängen der Gesellschaft und der sozialen Medien lösen. Indem wir lernen, uns bewusst zu machen, was wir denken, was wir fühlen und was für uns wichtig ist, verstehen wir allmählich, wie wir leben wollen und was wir akzeptieren und was nicht.